Mrz 232012
 

Echo 2012 PreisträgerDas war er also, der Echo 2012.

Die größte Beweihräucherung Preisverleihung der deutschen Musikindustrie.
Die öffentlich rechtlichen haben mal wieder tief in den Jugendtopf gegriffen, um den Publikum ein aktuelles Bild der Musikszene zu liefern. Das dies letztendlich nur die Hits/Bands des letzten Jahres waren mit den meisten Airplay-Zeiten bzw. verkauften Alben, darüber sehe ich mal hinweg.
Was zählt ist die Show.

Die Show

Die begann schon einmal viel versprechend mit einer Batterie von deutschen Bands. Erst dachte ich, dass hier die vermeintlich “kleinen” schon vorab verbrannt werden. Musste dann zum Glück feststellen, dass dies schon die Vorstellung des ersten Nominierten war (“Puuh”).

Die darauf folgende Lobpreisungen an Udo Lindenberg waren eher anstrengend. Als musikalisches Äquivalent von Karl Lagerfeld, ist es bei Udo wohl wie mit der Mode, Haute-Couture muss nicht immer gefallen.

Mit den Moderationsdoppel Ina Müller und Barbara Schöneberger zielt man meiner Meinung sehr stark auf das ARD-Publikum ab. Mir war das zu viel Frauenpower. Als ich Nina im NDR das erste mal sah, war ich von ihrer offenen Art begeistert. Ihre offene Art ist zumindest geblieben (War Sie für Wetten Dass,… eigentlich im Gespräch?).

Die Ergebnisse

(Stand 22.03.2012 –  23:00)

Künstler National Rock/Pop Udo Lindenberg
Künstlerin National Rock/Pop Ina Müller
Gruppe National Rock/Pop Rosenstolz
Gruppe Rock/Alternative (national) Rammstein
Künstler/Künstlerin/Gruppe deutschsprachiger Schlager Helene Fischer
Künstler/Künstlerin/Gruppe Volkstümliche Musik Andreas Gabalier
Künstler/Künstlerin/Gruppe Hip Hop/Urban
(national oder international)
Casper
Newcomer des Jahres (national) Tim Bendzko
Newcomer des Jahres (international) Caro Emerald
Bestes Video (national) 23 – So mach ich es
Club/Dance (national oder international) David Guetta
Erfolgreichste Musik-DVD-Produktion (national) Udo Lindenberg – unplugged
Radio-ECHO Jupiter Jones – Still
Bester Nationaler Act im Ausland Rammstein
Preis fürs Lebenswerk Wolfgang Niedecken
Medienpartner des Jahres Ina Müller
Handelspartner des Jahres aktiv Musik Marketing
ECHO Hall of Fame Whitney Houston, Amy Winehouse
Update: 23.02.2012 08:00
Ehren-ECHO für die Verdienste um die deutsche Musikwirtschaft Der Graf
Kritikerpreis Modeselektor
Produzent/in/-en-Team des Jahres Andreas Herbig, Henrik Menzel, Peter Seifert
Crossover (national oder international) Michael Bublé – Christmas
Erfolgreichster Live-Act (national) Herbert Grönemeyer
Hit des Jahres (national oder international) Gotye ft. Kimbra – Somebody I used to know
Album des Jahres (national oder international) Adele – 21
Künstler International Rock/Pop Bruno Mars
Gruppe Rock/Alternative (international) Red Hot Chili Peppers
Gruppe International Rock/Pop Coldplay
Künstlerin International Rock/Pop Adele

Die Live Acts & Fazit

Da weiß man wofür man seine Gebühren bezahlt. Hier hat man sich nicht lumpen lassen und einen bunter Strauß quer durch die Genres eingeladen. Von Pop (Katy Perry) über Alternative (Kraftklub) bis zum Rock (Rammstein feat. Marilyn Manson). HipHop und Schlager waren hier eher unter repräsentiert, sieht man mal vom Auftritt von Tim Bendzko mit Shaggy einmal ab.
Besonders die Auftritte von Kraftklub und Rammstein haben, was Pyrotechnik angeht in die vollen gegriffen. Mit dem gemeinsamen “give-peace-a-chance”-haften Auftritt von Wolfgang mit seinen Laudatoren und weiteren Wegbegleitern, fand die Show ein kuscheliges Ende. Böse Zungen könnten behaupten, dass man dies aus ja dem “Frühlingsfest der Volksmusik” kenne.

Alles in allem fand ich den Echo 2012 besser als befürchtet. Teilweise lag dies an meinen niedrigen Erwartungen, sicherlich aber auch an die Acts und Gewinnern/Nominierten. Mein Geschmack liegt derzeit wohl näher am Geschmack breiten Masse (“Oh Nein, wie konnte das passieren?” -“Muss sofort etwas finden was so keiner kennt und mag”).

Mehr zum Echo 2012

Wikipedia Artikel zum Echo


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